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Dienstag, 21 März 2023 06:39

Tag des Waldes

Heute am 21.03 ist der Tag des Waldes. Dieser wird seid 1971 gefeiert und zwar jedes Jahr unter einem neuen Motto. Heuer lautet dies: "Gesunde Wälder für gesunde Menschen".

Dies gibt uns die Gelegenheit einmal auf einen anderen Waldaspekt, als den forstlichen zu schauen. Und dieser dürfte für unsere Waldbesitzer auch interessant sein, verbringen Sie doch viele Stunden und Tage jährlich im Wald.

So gibt es einige klinische Studien und seid 2022 auch das Projekt "Klinische Waldtherapie", die die förderlichen Effekte eines Waldbesuches untersuchen. So wird diesem ein gesenkter Blutdruck, ein ruhigerer Puls und ein vermindertes Stressniveau zugeschrieben. Alles gut nachvollziehbar, wenn man an den eigenen Waldspaziergang denkt.

Doch es gibt gemäß den Studien noch mehr Wirkungen. So soll eine gesteigerte Produktion von tumorfressenden Zellen erfolgen. Und die Duft- und Aromastoffe der Waldpflanzen, sowie der Waldbäume (wie beispielsweise Kiefer und Fichte), die sogenannten Terpene und Terpenoide sorgen für ein aktiveres Immunsystem. Das bedeutet im Umkehrschluß, dass regelmäßige Waldbesuche helfen Erkältungen und Ähnlichem vorzubeugen.

waldpaziergang

Ein Waldspaziergang soll auch dabei helfen Depression, Müdigkeit und Ängste zu vertreiben. Auch dies ist dem einen oder anderem von uns bestimmt schon begegnet, wenn man wieder munter und gut gelaunt aus dem Wald herauskommt.

Mit Begriffen wie "Waldbaden" werden auch immer mehr Besucher in den Wald gelockt und auch sportlich haben einige Aktive den Wald für sich entdeckt. Wichtig ist es hierbei jedoch, auch auf die Natur und die Tierwelt Rücksicht zu nehmen. So sollen die bestehenden Wege benutzt werden. Denn so wird nicht die Naturverjüngung niedergetrampelt oder -gefahren und auch nicht die Tiere von ihren Rückzugsgebieten verdrängt. Hier ist oft der Dialog nötig und auch oft merkt man, dass hoher Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung besteht.

PEFC Deutschland hat mittlerweile ein Zertifizierungssystem für Erholungs-, Kur- und Heilwälder entwickelt. Auch hieran sieht man die neue Bedeutung, die unseren Wäldern mittlerweile zukommt. Die Stadt Heidelberg ist hier als Vorreiter zu nennen, denn sie ist seid 2021 die erste Stadt die das Zertifikat "Kur- und Heilwald" nach PEFC-Standards erhalten hat.

Heidelberg

Naturgemäß wachsen im Wald und an dessen Rändern auch viele natürlich Heilmittel. In Bayern gibt es hier einige Hotspots. An diesen kommen bestimmte Pflanzen gehäuft vor. Beispielsweise wächst der Bärlauch bevorzugt in Gebieten mit nasenreichem Ausgangsgesteinen. Insgesamt rückt auch hier der Wald immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. So hat der europäische Markt für Phytopharmaka die pflanzlichen Arzneimittel aufgrund der hohen Akzeptanz in der Bevölkerung mittlerweile für sich entdeckt. Bisher wird der Bedarf meist in osteuropäischen Ländern, wie Rumänien, Bulgarien und Albanien gedeckt. Doch dies könnte sich in Zukunft ändern. In Bayern wachsen besonders viele Heilpflanzen in Waldgersten-Buchenwäldern und in den nordalpinen Fichten-Tannen-Buchenwäldern.

baerlauch

Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt dabei vor, dass lebende Pflanzen nicht ohne vernünftigen Grund entnommen werden dürfen. Die Menge richtet sich hierbei nach dem persönlichen Bedarf, jedoch dürfen nur geringe Mengen (= Eigenbedarf) entnommen werden.

Insgesamt ist das Thema "Waldgesundheit" ein aktuelles Trendthema, dass den Wald immer mehr in den Fokus rückt und auch einen Anspruch bei der Bevölkerung am Wald hervorbringt.

 

Gelesen 1084 mal Letzte Änderung am Dienstag, 21 März 2023 09:01

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